Nach den Erfahrungen meines ersten LWP-Jahres und durch den Threat Schadensbegrenzung bei Betrieb mit Puffer habe ich viel mit der Laufzeit rumexperimentiert.
Aus heutiger Sicht hat das zwar sehr viel Erfahrung gebracht, aber leider hat mir auch keiner bei Viessmann mal anschaulich erläutert, dass eine Vitocal300A nicht gleich jeder Vitocal300A ist.
Dank Haggy sind wir drauf gekommen, dass der kleine, unscheinbare Parameter "PUFFERSPEICHER" aus einer Vitocal 2 unterschiedlich arbeitende Geräte macht.
Zur Hilfe kam uns, dass wir sehr vergleichbare Konfigurationen haben. Haggy eben ohne und ich mit Pufferspeicher.

Das Ergebnis:
Bei der Puffer-Konfig wird im Heiztakt von Beginn an, in Abhängigkeit einer gleichbleibenden Spreizung den VL immer höher fährt, bis dann irgendwann HKL und RL gleich sind (unterstellt man hat RL-geregelt aktiviert und die AT ist gleichbleibend).



Diese freilich laufen dann mit vergleichweise wenig Stromverbrauch ab. Bei Haggy und mir sind die Verbräuche in etwa vergleichbar.
Schön zu sehen ist das ganze im Verbrauchsgraphen:
Bei der Pufferlosen-Konfig wird der VL sehr schnell auf ein Niveau hochgefahren und von da an wird via Modulation der VL ud der RL immer weiter angenähert, sodass stundenlange Laufzeiten zustande kommen.

gelb-Sek VL   grün-Sek RL   blau-HK VL

gelb-Sek VL   grün-Sek RL

Letztlich erscheint es doch einmal mehr eine philosopische Frage zu sein, was für einen Verdichter der sinnvollere Betrieb ist. Nachdem doch immer wieder genauso vor dem Takten, wie vor Langläufern größer 1,5h gewarnt wird, muss man sich wohl bei der Planung seiner Heizung für einen "Tod" entscheiden.
Auch wenn ich nicht vom Pufferbetrieb an einer FBH überzeugt bin, erscheint zumindest die Steuerung der Vito für den pufferlosen Betrieb nicht gerade entwickelt worden zu sein. Anders kann ich mir zumindest nicht erklären, dass:
- Der Hysterese Parameter (7304) in dern Experten-Modus gelegt wurde
- Die Vito die Heiztakte eigentlich mehr "zufällig" durch eine Abtauung beendet

Mit diesen Erkenntnissen wird aber auch klar, dass es absolut sinnfrei ist, bei einem Pufferbetrieb zu versuchen die Laufzeiten ohne Rücksicht auf Spreizung und andere Gegebenheiten in die Länge zu ziehen.

Meiner Meinung nach sind Laufzeiten von 1,5h/Takt bei 0 Grad AT für den Pufferbetrieb gute Werte.

Beim pufferlosen Betrieb wiederrum bin ich mir nicht sicher ..... Haggy hat Laufzeiten kleiner 30 Min bei Außentemperaturen größer als  5 Grad und wenn das Quecksilber unter 0 fällt kommen da auch schonmal 6-7h zusammen. Sobald ich mir da eine bessere Meinung gebildet habe, werde ich berichten.

Derzeit bin ich immer mehr der Meinung, dass ich das Thema "Parametrisierung der Vitocal in Abhängigkeit der aktuellen AT" via meinem Rapberry Pi angehen sollte, denn eine statische Konfig für alle Temperaturen kann man zwar fahren, erscheint mir aber unter Effizienz-Gesichtspunkten für wenig zielführend.
Stromverbrauch bei 2 Grad AT - 1 Heiztakt und ein WW-Takt
Pufferbetrieb
Stromverbrauch bei 2 Grad AT - 1 Heiztakt und ein WW-Takt
Pufferloser Betrieb
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29.11.2013