In iterativen Schritten habe ich nun in den vergangenen 3 Wintern versucht mich immer näher an mein persönliches Optimum anzunähern. Hierbei gab es einige Startschwierigkeiten und „Anfangsirritation“, die mich vom rechten Weg abgelenkt haben.

Letztlich haben erst die Erkenntnisse aus diesem Jahr (siehe Vitocal und der Unterschied) dazu geführt, die Vitocal besser zu verstehen und optimieren zu können.

In Zahlen heißt das, dass ich in 2013 ca. 9% Energie-Einsparung im Vergleich zum Vorjahr erzielen konnte, obwohl wir in 2013 einen langen Winter hatten, in dem wir bis Mai heizen mussten.
Diesen optimierten Verbrauch führe ich im wesentlich auf die Senkung der Spreizung von 10 auf 5-6K zurück, sowie die Erhöhung der Takt Zahl von (6-8 ==> 10-12) durch eine Reduktion der Pufferhysterese zurück.

Der Winter 2013 hat optimierungstechnisch für mich mit einem kleinen Gau begonnen. Auf Grund der Meldung 07 habe ich Mitte August eine komplett neue Steuerung bekommen (nebenbei daran hat es aber nicht gelegen). Leider hat der ambitionierte Techniker nach seinen Tests den Messfühler des Vorlaufs nicht wieder korrekt installiert. Als Abhilfe hat er dann aber die Sekundärpumpen einfach mal von Stufe II auf III gestellt, sodass ich bis Mitte November mit einem zu hohen VL (beim Heizen 40 anstatt 36Grad) gefahren bin.

Da die Anfrage bei Viessmann diesbezüglich. Rund 6 Wochen gedauert hat, habe ich in dieser Zeit fast alle Einstellungen aus den Vorjahren „vergeigt“ :-( - ach ja, den eingebauten Fehler habe ich dann ehr zufällig selbst entdeckt.

Im Einzelnen habe ich folgende Erkenntnisse sammeln können

---- kleiner Einschub zur internen Doku – was geschah bis ich den Sensor gefunden hatte ---
16.10.2013 / 19:00 Umstellung der SekPumpe von II ==> III
17.10.2013 / 13:00 HKP 2 ==> 3
18.10.2013 / 23:00 Pufferhysterese 7 ==> 8
02.11.2013 / 10:30 Pufferhysterese 8 ==> 7
8.11.2013 / 18:00 - PMOP 6,9 und SekP II ==> VL wieder auf 40 Grad
9.11.2013 / 11:00 VL-Sensor richtig eingedrückt ==> SekP II ==> VL 36
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Optimierungs-Parameter…
…Pufferhysterese (Ausgangswert 7k)
…HKL  (Ausgangswert 0/0,3)
mit dem Ziel der Abtauungs- und Taktminimierung bei einem geringen VL (…und die Bude sollte warm sein :-) )


22.11.2013 / 16:00 - HKL +1
Trotz dem molligen Gefühl nach der letzten Heizperiode, waren es bei Außentemperaturen zwischn 5-10 Grad im Haus kühle 21Grad. In einem ersten Test habe ich erstmal die Heizkennlinie um 1 Grad angehoben.

24.11.2013 17:00 HKL -1 Pufferhysterese 7==>6
Im Haus wurde es meiner Meinung nach zu warm (KG knapp 20; EG 22,5 OG 21). Die Laufzeit ging um ca. 1h/Tag nach oben.

29.11.2013 22:00 Pufferhys 6==>7
Da die Heiztakte nun zu kurz wurden  (30Min bei6AT), habe ich zugegebenermaßen sinnfreierweise die Pufferhysterese wieder erhöht ohne weitere Anpassungen zu machen …. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten…

1.12.2013 9:00   Pufferhys 7==>8; HKL +1
Jaja hätte ich drauf kommen können, im Haus wurde es wieder zu kalt(EG 21-21,5). Da die HKL auf +1 bei Hysterese 7 zu warm war, habe ich es halt mal mit 8K versucht.

2.12.2013 18:00 Pufferhys 6 HKL 0
Ja, die LWP lief nun länger, aber auch die Anzahl der Abtauungen verdoppelte sich (2x ==> 4x) und letztlich bedeutet eine höhere Heizkennlinie auch mehr Strom

5.12.2013 16:30 Pufferhys 6 ==> 7
Um die vielen Takte zu reduzieren. Bei 6 waren die RaumTemps ok und alles zufriedenstellend

7.12.2013 Final Pufferhysterese 7 ==> 6 und die HKL 0,2/2
,da gerade an den wärmeren Tagen die RT zu kühl waren.
Letztlich muss sich diese Einstellung nun noch bei AT kleiner 0 Grad bewährend, aber mehr geht wohl nicht.

12.01.2014
ALLER ANFANG IST SCHWER