Der Winter kam und nachdem ich mit dem Abgleich soweit zufrieden war, behielt ich weiterhin die für mich wichtigen Werte
- Betriebsstunden
- Anzahl Einschaltungen
- Stromverbrauch
täglich im Blick. Anfänglich geschah dies durch einen täglichen Gang ans System. So bemerkte ich dann (auch aufgeschreckt) durch viele Posts im Haustechnikdialog, dass meine Anlage je nach Witterung bis zu 30-mal am Tag ansprang. Die durchschnittliche Laufzeit lag gerade mal bei 20-30 Minuten. 

Hierbei möchte ich nochmals auf den Artikel Haustechnik-Dialog / Schadensbegrenzung
hinweisen, der für mich den Startschuss für die Suche in meinem System gab.

Meine persönliche Abgleich-Geschichte findet ihr unter Haustechnikdialog/Läuft die Vitocal optimal

An dieser Stelle möchte ich den Thread (für eilige Leser) kurz zusammenfassen

Was passiert
Bei meiner Wärmepumpe (mit Pufferspeicher) gibt es 2 unterschiedliche Wasser-Kreisläufe
1. Kreislauf LWP => Pufferspeicher  => LWP = Sekundärkreis
2. Kreislauf Pufferspeicher => FBH => Pufferspeicher = Heizkreis

Beide verfügen über eine eigenständige Pumpe (SKP bzw. HKP). Die SKP läuft nur, wenn die LWP läuft, die HKP läuft solange geheizt wird.

Läuft nun die SKP schneller, als die HKP wird mehr Wasser in den Pufferspeicher gepumpt, als die HKP zur gleichen Zeit in den Heizkreis bekommt. Da die Vitocal Rücklauf geregelt ist, steigt somit die Temperatur am Rücklauf (der sich im Sekundärkreis befindet) schneller, als die die Temperatur in der Fußbodenheizung. Der Effekt wird noch zusätzlich dadurch verstärkt, dass im SK nur rund 200l und im HK 1000l Heizwasser laufen.

Lösung
Nachdem das Problem erkannt war – und das war nicht so einfach, wie man es meint, denn ohne automatisiertes Parameter-Logging steht man mit Papier und Bleistift Stunden vor der Anlage und notiert die Werte – war die Lösung die Synchronisierung der beiden Pumpen. Dies geschah im ersten Schritt, indem die SKP langsamer gestellt wurde. Die HKP lief leider schon auf 100%, daher konnte ich hier keine weitere Optimierung erzielen. Nachdem also das Ergebnis nur ein Teilerfolg war, ist im Februar mein Heizungsbauer mit einer stärkeren HKP angerückt.

Eine abschließende Messreihe zeigt nun, dass der Rücklauf ziemlich gleichmäßig im Vergleich zur Temperatur der Fußbodenheizung anstieg.
Wenn hierzu die Messreihen interessieren, den verweise ich auf die Bereits genannten Thread.
Pufferbetriebsstatus
Der unwichtig erscheinende Betriebsstatus des Pufferspeicher hat zur Auswirkung, dass in der Einstellung
- „OBEN“ => nur geheizt wird, bis der Pufferspeicher die SOLL-Temperatur
- „NORMAL“ => geheizt wird, bis der Rücklauf die SOLL-Temperatur hat. (Diese Erkenntnis hat alleine 2 Tage Versuche bedurft).

Betriebsart „Auto“
Die Heizkreispumpe auf der energieeffizienten Betriebsart „Auto“ zu betreiben, schmeichelt zwar dem Auge (Meine Grundfos verfügt über ein schönes Display, auf dem dann Werte < 10W angezeigt werden), ist aber ein weiteres Problem beim Abgleich, weil er die Wassermenge runterdrosselt und somit keine konstanten Verhältnisse erzeugt werden.

Spreizung
Bei der Optimierung sollte auf die Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf (HK) geachtet werden. Diese sollte so um 7 Grad liegen.

Pufferhysterese (7203)
Mit der Einstellung der Pufferhysterese wird letztlich gesteuert, bei welcher Temperaturdifferenz die LWP mit dem Heizvorgang beginnt. Somit ergibt sich neben der Einstellung der Heizkurve/-kennlinie (sprich SOLL-Temperatur; also wie lange geheizt wird) ein dritter Parameter, mit dem die Heizung eingestellt werden kann.
ALLER ANFANG IST SCHWER
15.01.2012